Die Zunft
Die Zunftfamilien
Vierundzwanzig Geschlechter tragen die Zunft zun Metzgern durch die Jahrhunderte – vom ersten Eintrag der Meyer im Jahr 1286 bis zu den Wirth und Schmid im 20. Jahrhundert. In den letzten Jahrzehnten sind weitere Familien dazugekommen.
Die Familienwappen
Die gemalte Wappentafel zeigt die Wappen der Zunftfamilien in der Reihenfolge ihres ersten Eintrags. Die Jahreszahl nennt die erste belegte Zugehörigkeit zur Zunft.

- Meyer1286
- Fehrlin1370
- Altdorfer1424
- Beck1426
- Öchslin1449
- Bäschlin1451
- Ermatinger1453
- Moser1470
- Rauschenbach1524
- Habicht1525
- Schelling1538
- Spleiss1540
- Ulmer1540
- Weber1540
- Stierlin1540
- Siegeristum 1550
- Pfister1565
- Bendel1575
- Vollmar1835
- Brütsch1837
- Kunkler1841
- Stoll1841
- Wirth1954
- Schmid1963
Familienwappen-Tafel
Unser ehemaliger Silberherr Michael Habicht, also der Hüter des Zunftsilbers, hat keinen Aufwand gescheut. Er hat sich ganz intensiv mit den Familienwappen unserer Zunft auseinandergesetzt und diese auf einem wunderschönen Ölbild verewigt.
Ein riesen Dankeschön für diese immense Arbeit und ein grosses Kompliment für die höchst gelungene Umsetzung.
Warum neue Zunftfamilien aufgenommen wurden
Waren es in der Zeit vor dem Ende der Zunftherrschaft ausschliesslich die beruflich tätigen Metzger und ihre Nachkommen, die in «ihre» Handwerkszunft eintraten und als Mitglieder übernommen wurden, so gestaltete sich die Aufnahme neuer Mitglieder in der sich abzeichnenden Zeit des Endes der Zunftherrschaft auf andere Weise. Es galt der Brauch: Wer Stadtbürger wurde, musste sich auch einer Zunft anschliessen. So kamen auch Nicht-Metzger zur Ehre, als Mitglieder aufgenommen zu werden.
Als sich die heute noch geltenden staatlichen Strukturen verfestigten, verschwand auch diese Form, und die Zunft nährte ihren Mitgliederbestand aus eigenen Reihen. Die Nachkommen blieben aber nicht immer dem Metzgerhandwerk treu. Um dem namengebenden Handwerk wieder einen gebührenden Platz in der Zunft zu geben, wurden in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts praktizierende Stadt-Metzger in die Zunft aufgenommen.
Ende des letzten Jahrhunderts passte die Zunft die Statuten nochmals so an, dass Ehemänner von Zünftertöchtern ebenso in die Zunft Aufnahme finden konnten wie weitere Metzger der Region oder Vertreter verwandter Berufe wie Chirurgen und Ärzte – sofern sie aus der Region Schaffhausen stammen, Bezug zur Stadt und ihrer Geschichte haben und sich gerne am Zunftleben beteiligen und engagieren wollen.
In den letzten Jahrzehnten dazugekommen
| Jahr | Zunftfamilien |
|---|---|
| 2009 | Suter (Metzger), Bührer (Metzger), Greuter (Einheirat) |
| 2011 | Pfistner (Metzger), Leu (Gastronom), Fussen (Einheirat), Tessaro (industrieller Metzger) |
| 2014 | Funke (Chirurg) |
| 2015 | Bühler (Wurstmacher) |
| 2017 | Steinemann (Metzger) |
Für diese Geschlechter bestehen keine Wappen auf der gemalten Tafel.
Mitgliedschaft
Die Zunft zun Metzgern ist heute ein Verein, der das alte Handwerk und seine Bräuche in die Gegenwart trägt, an Traditionen und Gepflogenheiten festhält und so das kulturelle Erbe erhält. Ihre Mitglieder kommen aus den vierundzwanzig historischen Zunftfamilien – Geschlechter wie Meyer, Bäschlin und Beck, die seit Generationen mit der Zunft verbunden sind – sowie aus den später aufgenommenen Geschlechtern.
Eine Mitgliedschaft ist möglich für jene, welche die statutarischen Voraussetzungen erfüllen und die Werte der Zunft teilen: Respekt vor dem Handwerk, die Bereitschaft, ein kulturelles Erbe lebendig zu halten, und Freude an einer aktiven Teilnahme am Zunftleben.
Zunftanwärter sind am Zunftbott als Gäste willkommen. Der Fragebogen für Neuzünfter wird auf Anfrage zugestellt – ein Wort an den Vorstand genügt.